Parodontitistherapie

Parodontitis ist eine von Bakterien verursachte Erkrankung, die zur Entzündung und Zerstörung des Zahnhalteapparates, also der Lockerung und dem Ausfall von Zähnen führen kann. Allgemeinmedizinisch und ganzheitlich bestehen vielfältige Wechselbeziehungen, z.B. mit Erkrankungsrisiken oder Einnahme von Medikamenten.

Parodontitis, umgangssprachlich häufig „Parodontose“ genannt, ist eine von Bakterien verursachte Erkrankung, die zur Entzündung und Zerstörung des Zahnhalteapparates (u.a. Zahnfleisch und Knochenfach) führt. Der betreffende Zahn wird locker durch den Verlust des ihn umgebenden Knochens und fällt ohne Behandlung in letzter Konsequenz aus. Man geht inzwischen davon aus, daß 70 % der Zahnverluste bei Erwachsenen durch Parodontitis bedingt sind.

Aus allgemeinmedizinischer und ganzheitlicher Sicht ist Parodontitis keine isolierte Erkrankung der Mundhöhle, sondern steht in wechselseitiger Beziehung zum gesamten Organismus und wird beeinflusst durch Lebensführung, Medikamenteneinnahme und andere Grunderkrankungen. Z.B. bestehen enge Wechselwirkung zwischen Diabetes und Parodontitis. Eine Parodontitistherapie und regelmäßige Prophylaxe kann laut Studien den HbA1c-Wert um 0,4-0,8% senken!
Gesundes Zahnfleisch und gesunder Knochen sind nicht nur die beste Basis für schöne Zähne, sondern tragen wesentlich zu einem gesunden Körpergefühl bei – ein Leben lang.

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Entstehung, Risikofaktoren und allgemeinmedizinische Risiken

So wie Keime aus den Zahnfleischtaschen im Körper streuen und das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Frühgeburt erhöhen können, vermag eine Parodontitis auch ein begleitender Ausdruck einer allgemeinen Erkrankung sein. Bei Diabetikern steigt z.B. mit erhöhtem Blutzuckerspiegel auch die Zahl der nachgewiesenen Parodontitisbakterien und auch bestimmte Magen- Darm- und Lebererkrankungen können zur Verschlimmerung der Parodontitis beitragen.

Ebenfalls fördern bestimmte Medikamente wie z.B. Antiazida und Statine, die Entstehung und Ausprägung von Zahnfleisch- und Zahnbetterkrankungen.

Oft deuten schlecht behandelbare Mundschleimhaut – und Zahnbetterkrankungen auf eine Störung der Immunabwehr und des Stoffwechsels hin. Eine geschädigte Bakterienflora des Darms, wodurch es bei unzureichender Verdauung der Nahrung zum Aufbrauchen körpereigener Vitamin- und Mineralstoffdepots kommt, kann Knochen und Bindegewebe schwächen.

Konventionelle Behandlung

Bei der konventionellen Parodontitis-Behandlung werden Wurzeloberflächen und Zahnhälse mithilfe von Ultraschall und mechanischen Instrumenten gereinigt und geglättet. Mittels einer Kürette werden dabei Zahnstein, Bakterien und Gewebereste entfernt. Bei akuten und/oder fortgeschrittenen Formen der Parodontitis sind zusätzliche Diagnostik und weiterführende Therapiemaßnahmen angezeigt.

Begleitend erfolgt eine umfangreiche Vor- und Nachbehandlungsphase. Unsere Prophylaxeabteilung bietet Ihnen speziell auf Parodontitis- und Periimplantitispatienten zugeschnittene Konzepte. Auf Wunsch können hier ganzheitliche Therapieansätze einfließen, um ein stabileres Therapieergebnis zu erreichen und zu halten. Außerdem kann mit zusätzlichen Maßnahmen, z.B. dem Einsatz eines Aktivsauerstoffkomplexes, gezielt die Anzahl schädlicher Bakterien reduziert werden.

Neue Therapien und ganzheitliche Begleitbehandlung

Parodontitis ganzheitlich zu sehen, bedeutet für uns, nicht nur mechanisch zu behandeln, sondern den Focus über das Lokale hinaus auszudehnen. Chlorhexidin versuchen wir aufgrund der neuerkannten Resistenzrisiken weitestgehend durch antibakterielle, antivirale und fungizide ätherische Ölmischungen zu ersetzen. Spagyrische Begleitmischungen helfen u.a. bei der Etablierung einer gesunden Mundflora. Orthomolekulare Substitution z.B. mit Ubiquinol, ist sinnvoll, wenn langdauernd Medikamente wie Säureblocker oder Statine eingenommen werden müssen. Weiterhin empfiehlt sich nach individuellem Bedarf ein Komplex aus Vit.C, Folsäure, Vitamin B12, Zink, Mangan, Kupfer und Omega 3. Zur Anwendung kommen weiterhin Homöopathika oder Phytotherapeutike, z.B. Echinacea, Calendula oder Ratanhia-Wurzel-Extrakte.

Nach unserer 2004 absolvierten Weiterbildung in Laserzahnmedizin entschlossen wir uns für die Anschaffung eines Nd-YAG Lasers u.a. zur Keimreduktion bei Parodontitisbehandlung. Vor einigen Jahren testeten wir zudem den uns erfolgsversprechenden Ansatz der lasergestützten photodynamischen Therapie. Beide Methoden brachten in unserer Praxis statistisch weniger nachhaltige Erfolge (bei vergleichsweise hohen Kosten und Risiken) gegenüber der nun durch uns etablierten, ganzheitliche Begleittherapie mittels Spagyrik, Probiotika und ätherischer Öle. Deswegen haben wir uns gezielt dafür entschieden, Parodontitis nicht mehr mit Laser zu behandeln!

Aktuell nutzen wir mit gutem Erfolg die Produkte von OXYSAFE in unserer Praxis, da hier bewusst auf körperschädigende Inhaltsstoffe, wie z.B. Wasserstoffperoxide und Radikale, verzichtet wird. Durch einen Aktivsauerstoffkomplex, der durch Kontakt mit Haut oder Schleimhaut aktiviert wird, kann sofort gezielt die Anzahl schädlicher Bakterien und auch Pilze reduziert werden. Körpereigene Zellen werden nicht angegriffen. Die Regeneration von entzündetem Gewebe wird unterstützt und die gesunde Mundflora geschützt.

Die Wirkung von OXYSAFE Professional wurde durch unabhängige Universitäten und viele Studien bestätigt. Die Produkte sind seit vielen Jahren erfolgreich im klinischen Einsatz. Hierbei konnte innerhalb von 3 Monaten nach Behandlung eine Reduzierung der Taschentiefe um durchschnittlich 56 % festgestellt werden. Bei 75 % aller Periimplantitis-Patienten wurde ein deutlicher Heilungseffekt und teilweise sogar eine Reosseointegration (Knochenneubildung) festgestellt (Berendsen et al. 2014).